Gesichtserkennung und Privatsphäre

Facial RecognitionDie auomatische Gesichtserkennung mag in vielen Bereichen sehr hilfreich sein, sie kann aber zu einem wahren Privacy-Alptraum werden. Mit ihr lassen sich in Kombination mit unseren Profilen auf Social Media Plattformen Fremde identifizieren und deren persönliche Informationen herausfinden - möglicherweise sogar bis hin zur Sozialversicherungsnummer. Dies zeigt eine neue Studie. Dies zeigt eine Studie der Carnegie Mellon University (CMU).

Für die Studie kombinierten die Forscher drei Technologien miteinander - öffentlich verfügbare Informationen aus sozialen Netzwerken, Cloud Computing sowie eine handelsübliche Gesichtserkennung. Dadurch können Personen on- und offline identifiziert werden. Die Ergebnisse der Studie deuten auf eine Zukunft, in der alle Menschen auf der Straße erkannt werden können. Und das nicht nur von Freunden oder Agenturen, die solche weit entwickelten Geräte verwenden - auch gilt dies für Fremde, die ein Smartphone oder einen Internetzugang haben.

Das Team führte drei Experimente durch und entwickelten zudem eine Mobiltelefon-App. Im ersten Experiment identifizierten die Forscher Menschen auf einer bekannten Online-Dating-Seite, wo die Mitglieder ihre Privatsphäre mittels Pseudonymen schützen. In einem weiteren Experiment identifizierten sie Studenten, die auf einem Campus spazierten. Zuletzt prognostizierte das Forscherteam persönliche Interessen und in manchen Fällen sogar einige Sozialversicherungsnummern von Studenten anhand von Fotos deren Gesichter.

The Missing Link

Alessandro Acquisti, Mitinitiator der Studie und Associate Professor of Information Technology and Public Policy am Heinz College der CMU bezeichnete das Gesicht einer Person als "der wahre Link zwischen Off- und Online-Identität". "Wenn wir verlinkte Fotos von uns online mit anderen teilen, ermöglicht dies zugleich auch anderen, unser Gesicht mit dem passenden Namen in Situationen - für die wir eigentlich Anonymität voraussetzen - zu taggen." Weiter führt er aus, dass uns dieser ganze Zugriff dazu zwingt, unsere Vorstellungen von Privatsphäre noch einmal zu überdenken.

Quellen: CMU, pte

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| Artikel drucken Drucken | 08.08.2011 13:05

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