E-Books: Reader, Plattformen, Formate

Amazon besetzt im Kampf um den neuen Markt eine besondere, weil dreifache Position. Der Onlinehändler ist bisher der einzige, der sowohl E-Books in grossem Stil über seine Plattform vertreibt, mit dem Kindle selber ein eigenes Lesegerät auf den Markt gebracht als auch ein eigenes E-Book-Format entwickelt hat.
Die Relevanz von Sony als Unterhaltungselektronik-Experte andererseits ist sowohl für den deutschen als auch für die internationalen Märkte von grosser Bedeutung. Neben Amazons Kindle versprechen sich die Verlage und Händler auch von Sonys E-Book-Reader einen grossen Schub für das neue Medium.
Ebenfalls erheblichen Einfluss im deutschen Markt dürfte das neue Onlineportal Libreka ausüben, das vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels betrieben wird. Dieses Portal wird denn auch als direkte Konkurrenz von Amazon im deutschsprachigen Raum gehandelt.
EPUB: Format der Zukunft?
Über 60 Organisationen haben bei der Entwicklung eines neuen Standards mitgewirkt. Das Format EPUB, welches von amerikanischen E-Book-Verlagen unterstützt wird, ist sehr benutzerfreundlich, weshalb es als Standardformat für mobile Endgeräte gehandelt wird. Jedoch ist das bisweilen erst in Amerika zutreffend, denn in Deutschland nutzen E-Book-Verlage häufig noch Formate wie PDF, Mobipocket oder Microsofts LIT-Format.
Handys als Alternative zum E-Book-Reader
Schon heute lassen sich Mobiltelefone als Lesegerät nutzen. Apples iPhone ist mit seinem 3.5 Zoll grossen Bildschirm nicht unbedingt das bequemste E-Book-Lesegerät. Gegenüber einem Reader hat das Handy jedoch den Vorteil, dass sein Besitzer es stets mit sich trägt. Entsprechende Programme wie zum Beispiel die Open Source Lösung FBReader liegen nicht mehr nur in Desktop-Versionen vor, sondern sind auch für alle gängigen Handy-Betriebssysteme (inkl. Android) verfügbar. FBReader unterstützt übrigens das EPUB-Format.
Dass Mobiltelefone den E-Book-Markt kräftig beflügeln könnten, zeigt ein Blick nach Japan. Dort werden mit elektronischen Büchern in diesem Jahr voraussichtlich rund 100 Millionen Dollar umgesetzt. Im Land gibt es ein eigenes Genre von Handyromanen, welche nicht nur gelesen, sondern sogar auf diesem verfasst werden. Die Werke finden unter jungen Erwachsenen millionenfachen Absatz.
Dieser Beitrag ist Teil einer Serie:
Teil 1: Die E-Books kommen
Teil 2: E-Books: Reader, Plattformen, Formate
Teil 3: E-Books: Relevanz und Ausblick
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Drucken | 28.07.2009 18:58
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