CES 2010: Online, überall

CES Logo

Morgen öffnet die diesjährige Consumer Electronics Show (CES) ihre Pforten. Wie jedes Jahr wird es auch jetzt wieder einige geekige Perlen unter den hunderten von Gadgets geben, die da der Öffentlichkeit präsentiert werden. Eines aber ist klar: Der Trend hin zur ständigen Internetverbindung auf allen Endgeräten geht weiter. Dafür werden ARM-basierte Netbook-Alternativen ebenso sorgen wie neue E-Reader.

Die Online-Anbindung per 3G steht jedenfalls bei jenen Netbook-Konkurrenten im Vordergrund, die auf ein Verschmelzen von Smartphone- und Notebook-Eigenschaften setzen. Freescale, Lenovo oder auch Microsoft (gemeinsam mit HP) werden Tablets präsentieren, die dieses Segment abdecken wollen. Freescales 7-Zoll-Tablet basiert auf einem ARM Cortex-A8-Prozessoren und als OS soll Android oder Linux zum Einsatz kommen. Lenovos "Skylight", ein 10-Zoll-Tablet, das auf Qualcomms ARM-basierte Snapdragon-Plattform basiert. In den USA wird das Gerät im April mit einem Ladenpreis von 500 Dollar starten und zunächst in Kooperation mit dem Mobilfunker AT&T angeboten. Im weiteren Jahresverlauf soll "Skylight" auch China und Europa erreichen.

Lenovo Skylight
Lenovo "Skylight"

Microsoft will anlässlich der CES ebenfalls ein neues Tablet der Öffentlichkeit präsentieren. Gebaut wird es von HP. Das "Courier"-Tablet hat in der bisher bekannten Version zwei Touchscreens. Microsoft will es angeblich als Multimedia-Player und E-Reader vermarkten. Microsoft-Chef Steve Ballmer wird das Gerät während seiner Keynote-Ansprache anlässlich der CES vorführen.

All diese Geräte sind einerseits eine Kampfansage an die bisherigen Atom-basierten Netbooks - Freescale spricht denn auch explizit von Smartbooks, also Hybriden aus Smartphones und Netbooks. Andererseits versuchen sich die verschiedenen Hersteller, allen voran Microsoft, frühzeitig vor der Präsentation des Apple-Tablets (imho wird dies nichts weiteres sein, als ein "aufgeblasenes" iPhone; aber das tut jetzt nichts zur Sache) im Markt zu positionieren.

E-Reader wie Sand am Meer

Auch die Klasse der E-Reader wird um einige Geräte reicher. Besonders aufgefallen ist der Skiff-Reader, dessen 11.5 Zoll grosses bruch- und sprungsicheres E-Ink-Display auf eine flexible Metalfolie aufgezogen ist, so dass das Gerät nicht nur sehr dünn (gerade einmal sieben Millimeter dick) ist, sondern sich auch gefahrlos biegen lässt. Neben einem WiFi-Anschluss kann das Gerät auch über 3G ins Netz. Um User mit Content zu versorgen setzt Skiff auf einen eigenen Store, in dem Publisher ihre E-Publikationen anbieten können. Damit diese auch wirklich auf den Reader und damit zum Leser gelangen, kommt in den USA ein bewährter Partner zum Einsatz. Immerhin in Sprint jener Betreiber, über dessen 3G-Netz dort auch Inhalte für Amazons Kindle vertrieben werden.

Skiff Reader
Skiff E-Reader

Der Boom der E-Reader könnte aber auch einen weiteren Trend verstärken: Immer mehr E-Reader setzen nämlich auf Android als Betriebssystem, so zum Beispiel der "alex" von Spring oder der "eDGe" von enTourage. Der "alex" bietet ein EPD-Monochromdisplay mit sechs Zoll Bilddiagonale sowie ein 3.5 Zoll großes LCD-Farbdisplay für die Suche nach Sekundärinformationen im Web. Auf der Grundlage von Android soll die "Duet Navigation Technology" für eine reibungslose Integration der beiden Displays sorgen.

Spring Alex
Spring "alex"

Auch enTourage entwickelt mit dem "eDGe"-E-Reader ein Android-Gerät mit zwei Displays. Allerdings weist eDGe ein 9,7 Zoll großes Monochrom-Display mit einer Auflösung von 1200x825 Pixel sowie ein 10.1 Zoll Farbdisplay mit Touchfunktion und einer Auflösung von 1024x600 Pixel auf. Seine Ausstattung soll eine ganze Bandbreite klassischer Netbook-Funktionen auf den E-Reader bringen. Beide Geräte sind mit WLAN und 3G-Anschlusstechnologie ausgestattet und unterstützen die gängigsten E-Book-Formate.

enTourage eDGe
enTourage "eDGe"

Quellen: heise, pte, nyt u.a.

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