Verlagsgeschäft bedroht durch Web 2.0

Passend zu meinem letzten Beitrag, in dem ich Doc Searls zehn Strategien zur Rettung der Zeitung(-sverlage) vorstelle, hat die Frankfurter Medienconsulter-Bude TIMElabs eine Studie veröffentlicht: «Grid Media - Überlebensstrategien für Publisher im digitalen Zeitalter». Die Studie ist nur gegen Bezahlung erhältlich, weshalb ich mich hier auf die Berichterstattung des «Internet World Business»-Magazins stütze:

Verlage, die ihre Leser nicht in den Erstellungs-, Einordnungs- und Bewertungsprozess digitaler Angebote einbinden, verlieren nicht nur an Attraktivität, sondern perspektivisch auch an Reichweite und Relevanz in der Community. Viele Verlage hätten, so die Studie, die Wirkungsmechanismen und Zusammenhänge des Web 2.0 nicht richtig verstanden und einen eher fahrlässigen Blick auf das Geschehen entwickelt. Die neuen Softwarelösungen für die Erstellung (Wikis, Foto-/Video-Plattformen, Blogs, Podcasts und andere), Einordnung (Tagging, Geo Tagging usw.) und Bewertung von Inhalten machen es immer einfacher, den grössten Teil der redaktioneller Aufgaben auf der Anwenderebene abzubilden.

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» Kommentare (1) | 26.03.2007 17:40

Baldiger Tod der holzverarbeitenden Industrie?

Der schnelle Zeitungstod?
Sterben Zeitungen aus? (stock.xchng)

Für Robert Scoble, US-Blogikone und Buchautor, sind Zeitungen tot. Im November 2005 prophezeite er anlässlich einer Veranstaltung an der Universität von San Jose, dass sein Sohn nie eine Zeitung lesen, geschweige denn abonnieren wird. Scoble glaubt fest daran - nicht nur Zeitungen, sondern die gesamte auf Papier gedruckte Informationsvermittlung wird sterben.

Eine andere Ikone glaubt nicht an den schnellen Tod: «Giants die hard. As hard as it is to build a start-up company from nothing, it is even harder to kill a giant business.» Damit hat Don Doge von Microsoft den Nagel auf den Kopf getroffen. IBM ist immer noch im Geschäft. Andere sind es nicht mehr. Genau so wird es auch mit den traditionellen Medienhäusern geschehen. Die einen bleiben, andere verschwinden. Bereits vor einem Jahr habe ich ein Artikel zum Thema verfasst, der sich mit möglichen neuen Strategien befasst. Print mag aussterben, News bleiben.

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» Kommentare (0) | 26.03.2007 08:42

IP-TV auf dem Vormarsch

IP-TV, also «Internetfernsehen», befindet sich weltweit auf dem Vormarsch. Einzig Deutschland hinkt dem Trend hinterher. Am «IPTV-Worldforum» in London vom 5. bis 7. März wurde eine Studie der Multimedia Research Group (MRG) präsentiert, die den beachtlichen Zuwachs an IPTV-Anbietern ausweist. Von März 2005 bis Februar 2007 hat sich diese Zahl in Europa von 49 auf 133 fast verdreifacht. Allein in Nordamerika gibt es schon 309 Anbieter. Deutschland kann mit diesen Zahlen noch nicht mithalten. Das deutsche IPTV-Angebot von T-Home hat erst geschätzte 1'000 zahlende Nutzer. Zum Vergleich: Der belgische Anbieter Belgacom Skynet konnte bereits 100'000 Kunden gewinnen. Auch das Angebot der Swisscom nutzten Ende 2006 bereits 10'000 Kunden.

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» Kommentare (1) | 21.03.2007 09:05

US-Medienbranche im Sinkflug

Profit
Die Felle schwimmen davon (stock.xchng)

Die US-Medienbranche ist im Sinkflug begriffen: Die Zeitungen verlieren weiter an Auflage, die Zahl der Zuschauer der grossen Fernsehstationen sinkt, die Hörerschaft der klassischen Radiosender schrumpft. Selbst bei der Internet-Nutzung für Informationen gibt es Einbussen. Einzige Gewinner in der Medienwelt sind neue Internet-Portale, Blogs sowie die Medien der ethnischen Minderheiten. Dies sind die wichtigsten Ergebnisse des Jahresberichts der «Columbia School of Journalism» an der Universität Columbia (New York) zur Lage der US-Medien, der in der Nacht auf Dienstag veröffentlicht wurde.

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» Kommentare (0) | 14.03.2007 07:44

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