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Endlich spricht Google mal Klartext mit den Herren Verlegern! Die Ewiggestrigen haben jüngst in Brüssel - ist ja klar, Staats«kapitalisten» rennen immer heulend zum Leviathan, wenn ihnen nichts mehr einfällt! - der EU-Kommission die «Hamburger Erklärung zum Schutz des geistigen Eigentums» (PDF) überreicht, in der sie die politischen Verantwortlichen dazu aufrief, das digitale Leistungsschutzrecht auszuweiten. Zentrale Forderungen waren dabei vor allem eine «faire Beteiligung» an den Umsätzen derjenigen, die Verlagsinhalte vermarkten sowie «die Entwicklung eines Marktes für bezahlte Inhalte in der digitalen Welt».
Im Visier haben sie damit vor allem Google, das - horribile dictu - milliardenweise Links auf die Seiten der ach so gebeutelten Verlage schaufelt. Deutlich fiel dementsprechend die Antwort von Josh Cohen, Senior Business Product Manager bei Google: Die Wahrheit ist, dass die Nachrichtenverlage, wie alle anderen Content-Inhaber auch, die volle Kontrolle darüber haben. Wer kein Interesse daran habe, bei der Suchmaschine verlinkt zu werden, könne jederzeit aussteigen.
Wie das geht? Ganz einfach, mit zwei kurzen Zeilen Code, eingefügt in robots.txt:
User-agent: *
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Wir machen «aus unseren Inhalten kein Geld»
Ganz anders sehen das natürlich die Verlage. Gavin O'Reilly, Präsident des Weltzeitungsverbands World Association of Newspapers and News Publishers (WAN-IFRA) kritisierte vergangene Woche: «Wir interessieren kontinuierlich ein immer grösseres Publikum für unsere Inhalte. Aber im Gegensatz zu den Print- oder TV-Geschäftsmodellen machen wir aus unseren Inhalten kein Geld.» Stattdessen würden Suchmaschinenbetreiber und andere Informationsaggregatoren riesige Gewinne auf Kosten des geistigen Eigentums der Verlage machen.
Wie jetzt, kein Geld? Und was ist mit all den vielen Google Ads, den bunten, nervigen Flash-Bannern, den mehr oder weniger offen deklarierten Publireportagen, den Wettbewerben usw. usf. auf den Online-Angeboten der Zeitungen?!? Wie sang Mickie Krause so schön? «Geh doch zu Hause du alte Scheisse!»
Quelle: pte
» Drucken 16.07.2009 18:09
ugugu on 16.07.2009 19:17
*Giggle*
Mickie Krause, der Nostradamus der Verlagsbranche: "Reiss die Hütte ab", "Knocking on heavens Door", "Finger im Po - Mexiko", "Ich glaub hier ist doch wieder Alkohol im Spiel", "Düp Düp", "Du bist zu blöd um ausm Busch zu winken".
LD on 16.07.2009 23:13
Wenn man den HTML Code vieler Nachrichtenagenturen, Tageszeitungen und Verlagshäuser anschaut, wird einem schnell klar, dass denen die einfachen Möglichkeiten zum Indexierungsausschluss über robots.txt nicht geläufig sind. Als Google-Kritiker muss ich die alte Datenkrake diesmal ausnahmsweise in Schutz nehmen.






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