Das aus für «News»?

Wird der Deadpool der Schweizer Gratisblätter um einen Titel grösser? Nach «cash daily» und «.ch» könnte nun auch das Aus für «news» folgen. Wie gestern die «SonntagsZeitung» berichtete (nur Printausgabe), habe der der Verleger der «Basler Zeitung» (BAZ) den Zusammenarbeitsvertrag mit tamedia bereits per Ende Juni gekündigt. Damit steht wohl die Zukunft der gemeinsamen Pendlerzeitung «News» auf dem Spiel. Diese wurde im Herbst 2007 als Abwehrmassnahme gegen das - mittlerweile bereits wieder eingestellte - «.ch» lanciert.
Ein Jahr nach der Lancierung wurde bereits die Ausgabe «News Mittelland» eingestellt. Seither erscheinen in Bern, Basel und Zürich noch drei Regionalausgaben. Gemäss einem tamedia-Sprecher würde ein BAZ-Ausstieg «nicht automatisch» das Aus für «News» bedeuten. Dass «News» noch nicht rentiere, sei erst anderthalb Jahre nach dem Start und mitten in einer Krise keine Überraschung. «Tages-Anzeiger» und «Berner Zeitung» müssten dann die Situation neu überdenken.
Studie zu Gratiszeitungen
Michael Haller, Journalistik-Professor in Leipzig, hat jüngst eine Studie zu Gratiszeitungen veröffentlicht. Darin untersucht er das Phänomen der kostenlos abgegebenen Tageszeitungen, die erstmals 1995 in Schweden auf den Markt kamen und in der Folge in zahlreichen Ballungsräumen Westeuropas erschienen.
Sie geht vor allem der Kontroverse nach, ob solche Pendlerblätter zeitgemässe Produkte seien, die gerade junge Menschen an die Zeitungslektüre heranführen, oder doch eher den Journalismus «entwerten» den Bezahl-Zeitungen die Finanzierungsgrundlage entziehen. Untersucht werden zudem die Marktdurchdringungsstrategien der skandinavischen Pressehäuser sowie die Abwehrstrategien der etablierten Zeitungsverlage in den betroffenen Märkten.
Quellen: dnv-online, news.ch
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Drucken | 20.07.2009 17:58
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