Zunehmende Medienkonvergenz

Medienkonvergenz - seit Jahren eines der ganz grossen Buzzwords. Aber das nicht ohne Grund: das Thema gewinnt nun auch in Deutschland zunehmend an Bedeutung. Die Grenzen zwischen den klassischen Medien TV, Print, Radio und dem Internet verschwimmen immer stärker und zunehmend mehr Menschen interessieren sich für konvergente Produkte und Dienstleistungen. Zu diesem Ergebnis kommt jedenfalls der aktuelle «Convergence Monitor 2009» von TNS Infratest. Im Mittelpunkt der Konvergenz steht demnach der Bildschirm - sei es Fernseher, Computer, Laptop oder Multimedia-Handy. In der Altersgruppe der 14- bis 29-Jährigen schauen mittlerweile 61 Prozent der Internetnutzer regelmässig Videos auf Online-Plattformen wie YouTube, 20 Prozent konsumieren Sendungen auf den Webseiten der Fernsehsender. Weitere 25 Prozent aus dieser Altergruppe hören herkömmliche UKW-Radiosender im Web.
Nachrichten und aktuelle Informationen werden bereits quer durch alle Altersschichten stark im Internet genutzt. So sind es bei den 30- bis 49-Jährigen Usern heute schon 55 Prozent, die sich mindestens einmal monatlich im Web informieren. Dennoch könne von einer Kannibalisierung klassischer Medien wie dem Fernsehen keine Rede sein, heisst es in der Erhebung. Im Vergleich zum Vorjahr ist die TV-Nutzung in sämtlichen Altersgruppen stabil geblieben und das Fernsehen nach wie vor das unangefochtene Leitmedium.
Angst vor der Überforderung
Wenngleich sich die Verschmelzung der Medien immer weiter fortsetzt, gibt es aber auch noch grosse Barrieren. So ist etwa die Angst vor technischer Überforderung eines der grössten Hindernisse. Zudem resultiert laut der Untersuchung aus den geringen Kenntnissen über konvergente Medien eine Zurückhaltung, die in erster Linie auf die fehlende Vermittlung der Vorteile neuer Dienste zurückzuführen ist. In bestimmten Bereichen gestaltet sich die Nutzung der Medienangebot auch noch relativ gering. Videoinhalte auf Abruf etwa werden derzeit erst von neun Prozent der User mindestens einmal monatlich konsumiert.
Die Treiber der Entwicklung sind vor allem die jüngeren Zielgruppen der ca. 16- bis 25-Jährigen. Dahinter folgen dann die 25- bis 49-Jährigen. Grundvoraussetzung für einen durchschlagenden Markterfolg konvergenter Produkte wird es sein, den Konsumenten nicht die Technik an sich zu verdeutlichen, sondern die Vorteile davon hervorzustreichen, argumentiert TNS Infratest.Für die Konsumenten sei eine einfache Inbetriebnahme und Bedienung wichtig. Hinzu kommen transparente Preise ohne versteckte Kosten.
Hier zur vertieften Lektüre noch mein noch mein Post über den «Convergence Monitor 2008».
Quellen: TNS, pte
Bildquelle: media.nrw.de
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Drucken | 26.08.2009 18:17
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