Selbstregulierung beim Datenschutz

Datenschutz
US-Werbebranche will sich selber regulieren. (aboutpixel.de)

Um der Regulierung durch die Regierung zuvor zu kommen, hat die US-Werbeindustrie nun eigene Standards für Datenschutz und das Sammeln von persönlichen Informationen im Netz im Zusammenhang mit dem so genannten Behavioral Targeting vorgestellt. Branchenvertreter gingen mit ihrem Bericht «Self-Regulation Principles for Online Behavioral Advertising» (PDF) an die Öffentlichkeit. Damit reagieren sie direkt auf die Kritik bezüglich des Sammelns von Daten über das Surf- und Einkaufsverhalten sowie anderen Interessen von Internet-Usern. Die US-Regierung hatte in diesem Jahr bereits mehrmals Druck auf die Branche ausgeübt.

Im Juni wurden Vertreter von Facebook, Google und Yahoo zu dem Thema befragt. Die Federal Trade Commission (FTC) hatte bereits im Februar einen Bericht veröffentlicht, der den Verantwortlichen eine Art von Selbstregulierung nahelegte. Branchenvertreter hatten immer darauf bestanden, die Probleme selbst lösen zu können, um einer staatlichen Regulierung zu entgehen, denn Selbstregulierung hat sich schon in der Vergangenheit als dynamischer und flexibler erwiesen.

Die neuen Richtlinien sollen mit 2010 in Kraft treten. Mehr als 5'000 unterschiedliche Unternehmen, unter anderem Google, Microsoft, Yahoo, Disney und Verizon, sind davon betroffen. So soll Transparenz gewährleistet werden, indem in Zukunft User deutlich darauf aufmerksam gemacht werden, wenn Daten über ihr Verhalten gesammelt werden. Wie diese Hinweise aussehen sollen, ist allerdings noch unklar. Gleichzeitig wird es eine Art Beschwerde-System geben, wodurch Konkurrenz und Konsumenten auf grenzwertige Praktiken von Unternehmen aufmerksam machen können. Wenn besonders sensible Daten - zum Beispiel zu Finanzen oder Gesundheit - gesammelt werden, müssen die User zustimmen.

Quellen: iab, pte

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