Musikindustrie: Schuss ins Knie

Seit einiger Zeit betreiben die vier Major-Labels der Schweiz - EMI, Universal, Sony und Warner Music - die gebührenpflichtige Plattform Music Promotion Network (MPN). Diese Bemusterungsplattform ersetzt den Versand von Promo-CDs etc. mit Downloads und Streams. An und für sich eine gute Idee - richtig umgesetzt. Aber wie immer, wenn die Contentindustrie beteiligt ist, regiert die Paranoia und siegt die Ignoranz gegenüber den neuen Medien. Die ersten Opfer waren 2008 die Musikjournalisten, die sich mit auch damals schon schäbigen 32 kBit/s-Streams begnügen mussten. Doch die Kritik verhallte ohne grosses Echo in den Mainstream-Medien. Anders verhält es sich nun bei den jüngsten Vorfällen: Die hohen Kosten sperren nicht-kommerzielle Lokal- und Webradios faktisch von MPN aus, was in den Medien einige Beachtung fand.
» Kommentare (1) | 29.04.2010 14:06
Online-Werbemarkt legt zu

Der Online-Werbemarkt hat in Deutschland 2009 weiter um zwölf Prozent zugelegt und ist auf 4.1 Mia. Euro angewachsen. Das ist das Ergebnis der Erhebung der Bruttowerbeinvestitionen durch den Online-Vermarkterkreis (OVK) im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW). Erstmals hat es das Internet geschafft, mit einem Anteil von 16,5 Prozent zum drittstärksten Werbemedium aufzusteigen. Damit hat Online die Publikumszeitschriften in Deutschland überholt und liegt nur noch hinter den Gattungen TV und Zeitung.
» Kommentare (0) | 24.02.2010 18:23
Selbstregulierung beim Datenschutz

US-Werbebranche will sich selber regulieren. (aboutpixel.de)
Um der Regulierung durch die Regierung zuvor zu kommen, hat die US-Werbeindustrie nun eigene Standards für Datenschutz und das Sammeln von persönlichen Informationen im Netz im Zusammenhang mit dem so genannten Behavioral Targeting vorgestellt. Branchenvertreter gingen mit ihrem Bericht «Self-Regulation Principles for Online Behavioral Advertising» (PDF) an die Öffentlichkeit. Damit reagieren sie direkt auf die Kritik bezüglich des Sammelns von Daten über das Surf- und Einkaufsverhalten sowie anderen Interessen von Internet-Usern. Die US-Regierung hatte in diesem Jahr bereits mehrmals Druck auf die Branche ausgeübt.
» Kommentare (0) | 06.07.2009 19:55
Markenbewusstsein und Werbung

Erfolg: Auch in der Krise nicht das Werbebudget kürzen. (stock.xchng)
Die Studie «Markenorientierung in Europa» der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) befasst sich mit dem interessanten Verhältnis von Preis und Marke. Dabei scheinen sich gewisse Vorurteile zu bestätigen: So achten Deutsche und Österreicher in erster Linie auf den Preis eines Produkts. Spanier, Italiener, Polen und Russen dagegen treffen ihre Kaufentscheidung vorwiegend aufgrund der Marke. Wie stark das Image und damit der Erfolg am Markt einer Marke von der Werbung abhängt, zeigt hingegen eine Studie der University of North Carolina. Sie besagt, dass Firmen, deren Werbeausgaben gleich blieben oder erhöht wurden, in Rezessionsphasen zwischen 1985 und 2005 Marktanteile an Handelsmarken verloren haben.
» Kommentare (2) | 09.04.2009 11:57


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