Fassade ist (fast) alles
von Dr. Constantin Sander
Die Causa Guttenberg erregt diese Tage die Gemüter. Der Rang um Namen und Titel ist zum politischen Spiel geworden. Dabei ist dieser Fall nur die Spitze des Eisberges für ein gesellschaftliches Phänomen, das sich auch in der Wirtschaft immer mehr zum Vorschein kommt. Fassade ist (fast) alles.
Meine Medienagentur hat einen, wie ich finde, genialen Claim: „Wer gut ist, sollte auch gut aussehen.“ Sehr schön, finde ich. Zahlreiche Unternehmen unterschätzen nämlich nach wie vor, dass das Bild, das sie nach außen abgeben, ganz entscheidend für ihre Reputation ist. Immer noch meinen viele, dass Produktqualität allein überzeugt. Oft höre ich: „Internet ist kein Marketingmedium. Über meine Website habe ich noch nie Kunden gewonnen.“ Natürlich nicht, weil der Webauftritt grottenschlecht ist!
» Kommentare (0) | 24.02.2011 12:41
Im Blindflug
von Dr. Constantin Sander
Wer arbeitet, der macht Fehler. Soweit ist das normal. Aber zahlreiche Menschen neigen dazu, eigene Fehler nicht sehen zu wollen und stattdessen ihre Umwelt als fehlerhaft wahrzunehmen. Ein kleiner Spaziergang durch die Wirrungen des allzu menschlichen Geistes.
Eine kleine Anekdote: Der Marketingguru Zig Ziglar berichtete einmal von einer Coaching-Klientin, die an ihrem Job alles, wirklich alles schlecht fand – außer der Tatsache, dass sie dafür bezahlt wurde. Nachdem er ihr ein paar hilfreiche andere Sichtweisen über ihre Arbeit nahegebracht hatte, zog sie frohen Mutes davon. Einige Monate später traf Ziglar sie wieder. Auf die Frage, wie es denn in der Firma laufe, sagte sie erfreut: „Gut. Sie können sich gar nicht vorstellen, wie sehr sich meine Kollegen und mein Chef verändert haben.“
» Kommentare (0) | 30.11.2010 18:34
Das Sprachrohr der Chefetage

Von den Chefs missverstandene Kommunikation. (stock.xchng)
Für eine Studie über «Interne Kommunikation im Wandel» hat die Storytelling-Agentur System und Kommunikation eine Reihe von Kommunikationsverantwortlichen deutscher Grossunternehmen über ihre Erfahrungen mit den veränderten Anforderungen und Möglichkeiten der Internen Kommunikation erzählen lassen. Mit erstaunlichem Ergebnis: viele Kommunikationschefs haben ein falsches Verständnis von der innerbetrieblichen Informationsverteilung. Viele Entscheider gehen von einem mangelnden Mitarbeiterinteresse an internen Medien aus, tatsächlich aber fühlen sich die Angestellten häufig nicht ausreichend und glaubwürdig informiert. Daraus resultiert ein Verlust an Motivation und Produktivität, der Unternehmen letztendlich viel Geld kostet. Das Problem liegt dabei weniger bei den vermittelten Informationen selbst als in der Art der Kommunikation.
» Kommentare (0) | 05.09.2008 10:25
Die dunkle Seite der Macht

Untergräbt die PR die Pressefreiheit? (wordpress.com)
Das Verhältnis zwischen Journalisten und PR-Leuten ist seit jeher angespannt. Die PR unterlaufe zum Beispiel die «unabhängige» Berichterstattung. Es soll Journalisten geben, die bekreuzigen sich jeweils zweimal, bevor sie mit einem PR-Berater sprechen. Aber die schlimmsten von allen sind Journalisten, die in die PR wechseln - sie laufen sozusagen zur dunklen Seite der Macht über. Doch wie steht es wirklich um das Verhältnis der PR zum Journalismus? In der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift «Publizistik» untersucht Philomen Schönhagen, Professorin am Lehrstuhl für Kommunikationswissenschaft der Universität Fribourg, die Entstehungsgeschichte der PR - mit einem erstaunlichen Resultat.
» Kommentare (12) | 05.05.2008 12:44


Das Wiki befasst sich mit Social Media und deren Einfluss auf PR, Marketing und traditionelle Medien.