Journalismus in den USA

Todd Oppenheimer, Autor und preisgekrönter Journalist, hat sich kürzlich in der «San Francisco Chronicle» mit der Frage befasst, wie es um den Journalismus in den USA im Zeitalter der Dominanz des Internes steht. Als Aufhänger dienen ihm dabei drei jüngst erschiene Bücher zum Thema.
2004 sorgte ein TV-Bericht über ein neues Medikamenten-Gesetz in den USA für grosses Aufsehen. Der Bericht war, wie sich im Nachhinein herausstellte, von einer PR-Agentur im Auftrag der Regierung Bush produziert worden, um der Gesundheitspolitik der Regierung Aufwind zu verschaffen. Nachdem die Details bekannt wurden, entschuldigten sich sowohl die Regierung wie die PR-Agentur öffentlich für diesen Lapsus. Nur die unzähligen TV-Stationen, die den Bericht kritiklos ausstrahlten, entschuldigten sich nicht. Im Gegenteil, sie machten alle anderen Beteiligten für das Debakel verantwortlich und strahlten seither munter weiter zur Verfügung gestelltes Material aus, ohne sich kritisch damit auseinanderzusetzen.
» Kommentare (0) | 04.07.2007 13:37
Butter vom Brot stehlen

Der grösste Gewinn, den wir alle aus den neuen Medien ziehen, ist meiner Meinung nach der Bedeutungsverlust der traditionellen Medien bei einem gleichzeitig viel breiter werdenden Angebot an alternativen Quellen. Der Bedeutungsverlust manifestiert sich vor allem darin, dass die etablierten Medien - ich nenne sie gerne Mainstream-Media (MSM) - mehr und mehr ihre Lufthoheit über die Realitätskonstruktion der Leser/User verlieren. Natürlich beklagen die MSM diesen Umstand lautstark, wobei ihnen zuweilen auch die politisch bezahlte Forschung in die Hand spielt. Institutionen wie die sozialdemokratische Friedrich-Ebert-Stiftung zum Beispiel haben ähnlich viel zu verlieren wie die Medien. Just diese Stiftung hat sich nun in einer Studie (PDF) damit befasst, wie das Web den Journalismus verändert.
» Kommentare (0) | 13.06.2007 13:06
Und wieder der Tom Kummer
Der umstrittene, umtriebige Journalist und Verfasser von gefakten Interviews mit Hollywood-Prominenz, Tom Kummer, hat wieder zugeschlagen. Im Heyne-Verlag erschien jüngst sein Buch «Kleiner Knut ganz groß. Der berühmteste Eisbär der Welt im Gespräch mit Tom Kummer». Kummer wird damit endgültig zum Meister der Selbstpersiflage, wie er sie in «Blow Up»
bereits zelebriert.
» Kommentare (1) | 29.05.2007 11:40
Die Zukunft des Lokaljournalismus
Die Lokalberichterstattung leidet wohl am meisten unter den neuen Medien. Immer mehr Leute informieren sich über Lokales nicht mehr in der Tageszeitung, sondern auf Online-Portalen, Blogs und ähnlichen Seiten. Zwei aktuelle Meldungen aus den USA zeigen auf, wie die Lokalpresse dort auf diese Herausforderung reagiert und welchen Lösungsansatz sie dabei verfolgt.
» Kommentare (5) | 11.05.2007 13:23


Das Wiki befasst sich mit Social Media und deren Einfluss auf PR, Marketing und traditionelle Medien.