E-Book: Journalism 2.0

Das J-Lab des Institute for Interactive Journalism der University of Maryland hat unter einer Creative Commons-Lizenz ein 132-seitiges E-Book mit dem Titel «Journalism 2.0. How to Survive and Thrive» (PDF, 2 MB) zum Download bereitgestellt, das sich vor allem an die Einsteiger in den Online- und/oder Bürger-Journalismus wendet.
Das E-Book reisst alle wichtige Themen kurz an: Was sind RSS-Feeds und wie kann man sie lesen? Wie lassen sich «Tools and Toys», wie der iPod für die journalistische Berichterstattung einsetzen? Wie funktioniert Podcasting und welche Technik braucht man? Und natürlich kommt das Thema Video auch nicht zu kurz. Laut «Teaching Online Journalism», dem Blog von Mindy McAdams, eignet sich das E-Book durchaus auch für den Unterricht. Das Inhaltsverzeichnis kann hier eingesehen werden.
In eine ähnliche Richtung geht übrigens auch das «Handbook for Bloggers and Cyber-Dissidents» der Reporter ohne Grenzen, welches ich hier kurz vorgestellt habe.
(via onlinejournalismus.de)
» Kommentare (0) | 25.07.2007 16:02
Copycats
Blogger sind böse - sie halten sich nicht an den Pressekodex (D,A,CH). Journalisten hingegen sind gut - sie sind das Gewissen, die Aufrichtigkeit und die Transparenz in einer Person. Wahre Lichtgestalten also. Wirklich?
«"Du wirst ob meines morgigen Textes erstaunt sein, ich habe viele Informationen deinem Text entnommen. Dein Text war so gut," schrieb ein Tagi-Redaktor an einen Kollegen bei der Woz. Am nächsten Tag kam der Artikel, ein Politiker-Porträt tatsächlich. Zwar wurde die Quelle im ersten Abschnitt zitiert, doch "von den restlichen 5000 Zeichen waren 2000 abgeschrieben".» (Gefunden bei presseverein.ch, der Webseite des Zürcher Pressevereins)
» Kommentare (2) | 12.07.2007 14:44
Objektiv langweilt

Der Erfolg von Blogs und Bürgerjournalismus in manchen Ländern lässt sich nicht einfach nur mit einer fehlenden Medienvielfalt oder einer aktiven Zensurbehörde erklären. Vielmehr bin ich der Meinung, dass sich in einer Zeit, in der die Beliebigkeit einer angeblich objektiven Berichterstattung vorherrscht, die Medienkonsumenten immer mehr von dieser Version der Konstruktion von Wirklichkeit abwenden. Die Menschen suchen vermehrt wieder einen parteiischen, subjektiven Journalismus, der sich entweder entlang ihrer Präferenzlinien bewegt oder ihnen sogar eine Orientierung vorgibt. Dies bietet ihnen unter anderem die Blogosphäre. So sieht es offenbar auch die britische Regulierungsbehörde Ofcom: Sie fordert die Lockerung bestehender Objektivitätsregelungen für TV-Nachrichten.
» Kommentare (2) | 06.07.2007 10:47
Zukunftsträchtiger Journalismus
Inmitten all der düsteren Voraussagen über die Zukunft der bedrohten Profession findet der freie Journalist und Online-Medien-Experte Mark Glaser auf dem Blog «Mediashift» zehn Gründe, die dem Journalismus eine rosige Zukunft voraussagen. Zwar sei noch eine Reihe an ethischen und technologischen Hürden zu überwinden, alles in allem brauchen aber Medien - allen voran die klassischen - und ihre Mitarbeiter laut Glaser nicht um ihre Zukunft bangen, wenn sie ausreichend Anpassungsfähigkeit und Flexibilität an den Tag legen.
» Kommentare (0) | 05.07.2007 10:41


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