Crowdsourcing in England

Die englische Verlagsgruppe Trinity Mirror hat ein erstes Crowdsourcing-Experiment im Journalismus gestartet. Ein Pilot des Projekts mit dem Namen «Make The News» läuft derzeit bei der «Liverpool Daily Post», einer der Lokalzeitungen des Verlags. Mit der Hilfe von Lesern, die sich durch bestimmte spezialisierte Kenntnisse zu einem Thema auszeichnen, sollen in der nächsten Zeit eine unbestimmte Anzahl von Beiträgen für das Lokalblatt entstehen. Sollte der Pilot erfolgreich verlaufen, will der Verlag das Projekt auf weitere seiner Titel ausdehnen.
» Kommentare (0) | 01.11.2007 15:44
Von Zwängen und Selbstbildern
Der «Deutsche Fachjournalisten Verband» (DFJV) hat bekanntlich ein Thesenpapier zum Thema «Weblogs und Journalismus» veröffentlicht (hier das PDF). Neben dem üblichen Journalisten-Gedöns zum Thema fand ich in dem Papier auch die folgende, sechste These:
«Blogs sind frei von den wirtschaftlichen und hierarchischen Zwängen des Verlagsbetriebs und verfolgen in der Regel keine kommerziellen Interessen. Damit bieten sie den nötigen Freiraum, um als kreativer Ideengeber für die klassischen Medien dienen zu können.»
Heisst das nun im Umkehrschluss, dass Journalisten wegen den herrschenden «wirtschaftlichen und hierarchischen Zwängen des Verlagsbetriebs» nur (noch) Erfüllungsgehilfen der «kommerziellen Interessen» ihrer Verlage sind und man daher getrost ihre ach so selbstgefällige «Gate-Keeper-Funktion» (These 4) endgültig ad acta legen kann?
Papier ist geduldig - auch in Zeiten von PDF...
» Kommentare (0) | 15.10.2007 19:46
AFP Qualitätsstiftung

Die französische Nachrichtenagentur Agence France-Presse (AFP) hat in Paris eine Stiftung gegründet, die sich weltweit für hohe journalistische Standards einsetzen will. Vorgesehen sind vor allem Trainingsprogramme für Journalisten, Organisationen und Unternehmen in Entwicklungsländern. Zudem sollen auch Unterrichtsmaterialien für Schulen zu den Themen Pressefreiheit und Medien angeboten werden. Die Stiftung wird ihre Arbeit in den Sprachen Französisch, Englisch, Spanisch und Arabisch anbieten.
» Kommentare (0) | 17.09.2007 10:35
Babylonischer Bürgerjournalismus
Wer sich mit der Thematik «Bürgerjournalismus» befasst, stösst früher oder später auf ein beinahe schon babylonisches Wirrwarr von Begriffen. Buzzwords wie zum Beispiel «Citizen Journalism» oder «Pro-Am Journalism» stechen dem geneigten Leser auf vornehmlich englischen Seiten ins Auge. Hilfreich sind diese fast täglich neu über uns hereinbrechenden Modewörter selten - sie werden kaum verstanden. Sind solche Worte einmal in die freie Wildbahn entlassen, wohnt ihnen eine Eigendynamik inne, die die Verwirrung nur noch weiter anwachsen lässt. Auf ihrer Reise durch die (elektronischen) Medien, von Sendern zu Empfängern, verändert sich zuweilen ihre Bedeutung. Ich will hier darum den Versuch einer kleinen Begriffsbestimmung unternehmen und so eine kleine Orientierungshilfe leisten.
» Kommentare (0) | 14.09.2007 10:40






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