Teilen statt besitzen

Spätestens seit Couchsurfing ist der Sharing-Trend auch online ins Bewusstsein gerückt und hat neue Geschäftsmodelle entstehen lassen. Solche Sharing-Unternehmen produzieren oder verkaufen nichts im herkömmlichen Sinn, sondern bringen Menschen zusammen, die Ressourcen gemeinsam nutzen wollen. Klassische bereiche sind das Car-Sharing oder eben das erwähnte Couchsurfing. Diesem Sharing-Trend ist eine Studie in Deutschland nachgegangen - mit interessanten Ergebnissen auch zur sonstigen Nutzung von Social Media im privaten wie im beruflichen Umfeld.

Die im Auftrag von salesforce.com durchgeführte Befragung "Teilen statt besitzen! Was halten die Deutschen vom Sharing-Trend?" unter 23.382 Menschen zeigt: Die Deutschen sehen in Sharing-Diensten wie Car-Sharing, Couchsurfing oder Tauschbörsen einen Massenmarkt mit hohem Geschäftspotenzial. Knapp Dreiviertel der Befragten gehen davon aus, dass Sharing-Geschäftsmodelle immer populärer werden. Die Mehrheit der Befragten assoziiert mit der gemeinsamen Nutzung von Sachen und Informationen positive Aspekte. Zustimmung erfuhren vor allem die Aussagen, dass Sharing Geld spart und eine nachhaltigere Nutzung von Ressourcen ermöglicht. Nur sechs Prozent der Befragten sehen im Teilen gar keine überzeugenden Vorteile.

Altersunterschiede - immer wieder

Die Auswertung nach Altersgruppen zeigt, dass die Skepsis gegenüber dem Sharing-Modell mit dem Alter zunimmt. Bei den 19-25 jährigen halten nur 4,3 Prozent nichts vom Teilen, in der Altersgruppe der über 55 jährigen steigt dieser Wert auf 12 Prozent. Zudem gaben 74 Prozent der unter 18-Jährigen an, Social Media zum Lösen von "Alltagsproblemen" zu nutzen, bei den 26-35-Jährigen waren es immerhin noch 55 Prozent. Danach nimmt der Wert massiv ab, bei den 55+ sind es nur noch 36 Prozent.

Teilen statt besitzen: Alltagspriobleme lösen

Mobile Endgeräte fördern die Akzeptanz

Die Durchsetzungskraft von Geschäftsideen ist abhängig davon, ob die richtigen technologischen Voraussetzungen gegeben sind, um einen Service schnell und einfach nutzen zu können. So lässt sich beispielsweise ein Sharing-Konzept für spontanes Car-Sharing in der Nachbarschaft nicht ohne Smartphone und Geo-Funktion nutzen. Entsprechend gaben über 70 Prozent an, ein mobiles Endgerät mit Internetzugang zu haben (Smartphone, Tablet PC, etc.), 34 Prozent verfügen sogar über zwei Geräte und zwei Prozent der Teilnehmer gaben an, mehr als vier Geräte zu besitzen.

Expertenkultur: Teilen von Wissen im Job

Mehr als 83 Prozent der Befragten sind offen für das Teilen von Informationen im Berufsleben. Weiterhin halten die Umfrageteilnehmer vernetzte Unternehmen, die den Austausch unter Mitarbeitern fördern, für erfolgreicher. Deutsche Arbeitnehmer teilen ausserdem gerne Informationen, weil sie sich als Experte für ein Thema etablieren wollen. Für mehr als ein Fünftel der Befragten war der Wunsch nach einer Expertenrolle das wichtigste Sharing-Argument. In unternehmensinternen Netzwerken erweitern Mitarbeiter ihr Wissen, indem sie beobachten was andere verlinken, nachfragen oder empfehlen. Im Laufe der Zeit lernen sie dann, wessen Einschätzung in welchen Bereichen wichtig ist und bei welchen Themen man selbst den besten Beitrag leisten kann. So kann innerhalb eines Unternehmens eine ganz neuartige Expertenkultur entstehen. Im Idealfall tauschen Mitarbeiter Ideen und Wissen aus, die sich ohne Software, die das Sharing Konzept unterstützt, weder getroffen noch miteinander gesprochen hätten.

Teilen statt besitzen: Wissen im Job

Vor dem Hintergrund der grossen Offenheit der Befragten für das Teilen von Wissen am Arbeitsplatz und ihrem Wunsch sich als Experten zu positionieren, müssen Unternehmen folgern, dass sie Arbeitnehmern zukünftig Raum für die Sharing-Philosophie bieten sollten. Unternehmen, die sich beim vernetzten Informationsaustausch introvertiert oder konservativ verhalten, müssen sich unter Umständen auch bald die Frage stellen, ob sie mit dieser Unternehmenskultur in Zukunft noch die besten, der besten Talente für sich gewinnen können.


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Womit wir neben dem Zugang zu Social Media-Plattformen am Abeitsplatz und der Consumerization bei der verwendeten Hard- und Software ein drittes Kriterium für die Wahl des zukünftigen Arbeitgebers gefunden haben, das Firmen nicht mehr einfach ausblenden können.

Die erwähnte Studie kann man hier nachlesen: http://www.salesforce.com/teilen

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| Artikel drucken Drucken | 07.11.2011 18:33

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