Werbemarkt: Talsohle erreicht

Ist 2009 Schluss mit der Krise in der Werbebranche? (stock.xchng)
Die globale Werberezession wird ihren Tiefpunkt in der zweiten Jahreshälfte 2009 erreichen. Die entsprechenden Märkte in Nordamerika und Westeuropa werden im Jahr 2011 voraussichtlich erstmals wieder wachsen können. Mit dieser Prognose (PDF) sorgt die Publicis-Tochter ZenithOptimedia für etwas positive Stimmung in der gegenwärtig stark angeschlagenen Branche. Demnach soll 2010 weltweit gerechnet wieder ein Zuwachs bei den Werbeausgaben von 1.6 Prozent auf 464 Mrd. Dollar verzeichnet werden können.
Der konjunkturelle Abschwung, der im ersten Quartal noch tiefer ausfiel als erwartet, hat sich im zweiten Quartal offenbar verlangsamt. Das gibt Anlass zur Hoffnung, dass die Talsohle in den nächsten Monaten erreicht wird.
Vorsichtiger Optimismus
Laut ZenithOptimedia sollen in einer Reihe von Regionen die Werbeinvestitionen nächstes Jahr wieder ansteigen, etwa im Asien-Pazifik-Raum, in Zentral- und Osteuropa sowie in Lateinamerika. Auffällig sei, dass sich nicht jene Märkte am schnellsten erholen werden, die als erste betroffen waren. Die Werbemärkte in Nordamerika und Westeuropa würden erst 2011 wieder wachsen.
Der deutsche Werbemarkt werde dieses Jahr voraussichtlich um 6.2 Prozent schrumpfen und stehe damit im Vergleich zum westeuropäischen Durchschnitt, der einen Rückgang von 9.2 Prozent aufweist, noch relativ gut da. Am stärksten von der Krise in Deutschland betroffen sind die Publikumszeitschriften. Sie verlieren in diesem Jahr 15 Prozent. Am positivsten entwickelt sich nach wie vor der Werbeträger Internet, in den deutsche Unternehmen 2009 um 6.2 Prozent mehr investiert haben als im Vorjahr.
Quellen: ZenithOptimedia, pte
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