Werbekrise dauert an

Die Krise in der Werbe- und Medienbranche ist wohl noch nicht überstanden. Zwar sprechen bereits viele Branchenvertreter wieder von einem Aufschwung und die Zeichen für eine Trendwende im nächsten Jahr stehen nicht schlecht. Viele Vertreter aus den Werbeabteilungen sowie zahlreiche Analysten stimmen darüber überein, dass das Schlimmste überstanden sei. Gleichzeitig herrscht jedoch wenig Einigkeit darüber, wie stark der Aufschwung ausfallen wird, wann genau er kommt oder wie er sich verteilen wird. Ein Grund zur Vorsicht ist jedenfalls die Tatsache, dass sich die Werbetreibenden derzeit noch sehr zögerlich zeigen, ihre Budgets festzulegen.
Für die Medienunternehmen bedeutet dies eine weiterhin unsichere Ausgangslage, da nur schwer abschätzbar ist, wie viel Werbeeinnahmen künftig fliessen werden. In weiterer Folge fällt auch die Planung eigener Ausgaben entsprechend schwer. Pessimistische Analysten gehen sogar davon aus, dass es den traditionellen Medien nicht gelingen wird, die während der Rezession verlorenen Werbeinnahmen wieder vollständig erreichen zu können. Vielmehr wird erwartet, dass mehr und mehr Werbekunden ins Internet oder auf andere Medien wie Kabelfernsehen umschwenken.
Ungewisse Zukunftsaussichten
Zumindest könne damit gerechnet werden, dass der Tiefpunkt in der Werbekrise noch in diesem Jahr überschritten wird. ZenithOptimedia">Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Erhebung von ZenithOptimedia. Der konjunkturelle Abschwung, der im ersten Quartal noch tiefer einschnitt als erwartet, habe sich im zweiten Quartal verlangsamt. Das gäbe Anlass zur Hoffnung, dass die Talsohle der gegenwärtigen Rezession in den nächsten Monaten erreicht werden dürfte.
Weniger erfreulich hingegen sieht PricewaterhouseCoopers die nahe Zukunft: Das Beratungsunternehmens geht davon aus, dass eine Kluft zwischen Werbung und anderen Einnahmequellen weiterhin bestehen und die globalen Werbeausgaben in den kommenden vier Jahren unter dem Niveau von 2008 bleiben werde. Gleichzeitig wird aber erwartet, dass die Ausgaben für Medien und Unterhaltungsangebote seitens der Konsumenten und Unternehmen von derzeit 707 Mrd. Dollar auf 812 Mrd. Dollar bis 2013 ansteigen werden.
Quelle: pte
Bildquelle: stock.xchng
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