Hünnekens: Die Ich-Sender

Hünnekens: Die Ich-SenderSocial Media dienen hierzulande (noch) meist dem Zeitvertreib. Während sich in den USA Firmen die Möglichkeiten dieser neuen Kommunikationsform nutzbar machen, folgen hiesige Unternehmen nur zögerlich. Das Buch "Die Ich-Sender" möchte darlegen, wie die Interaktion aufgebaut wird, wie die Social Media-Freunde gewonnen und diese Verbindungen produktiv genutzt werden. Denn wer das Bild seines Unternehmens in den Social Media aktiv mitgestalten will, sollte genau wissen, was zu tun ist.

Mitwirkung und Partizipation sind die Zauberwörter, mit denen unternehmerischer Erfolg mit Social Media möglich wird. Ob Kundenpflege, Krisenmanagement oder Marketingkommunikation, das Buch deckt die gesamte Klaviatur der Social Media ab.

Fazit

Das Buch von Wolfgang Hünnekens bietet nützliche Anregungen und liefert jede Menge neue Aspekte für Kenner und Newbies gleichermassen. Sachlich und klar, dabei aber selten trocken, wird der Leser durch das Buch geleitet. Dabei steht immer im Vordergrund, wie man als "Ich-Sender" erfolgreiche an sozialen Medien partizipieren kann.

Allerdings ist der Autor der Ansicht, dass man als Unternehmen bereits im Vorfeld genau wissen sollte, was zu tun ist. Denn halbherzige Versuche, im Internet Fuss zu fassen, könnten viel zerstören. Daher sollte unüberlegtes Vorgehen vermieden werden. Diese Meinung teile ich nicht - vielmehr ist es doch so, dass die relative Neuheit des Mediums geradezu nach einem trial and error-Vorgehen verlangt: Es gibt - Gott sei Dank! - (noch) keine Schulbuchlösungen. Aber vielleicht liegt der Ursprung dieser Haltung Hünnekens in dessen Beruf; er ist Chef von Publicis Berlin.

Der Autor

Der studierte Jurist Wolfgang Hünnekens gründete bereits während seinem Studium seine erste Agentur. 1999 wurde auf seine Initiative hin das Institute of Electronic Business (IEB) gegründet, ein der Universität der Künste Berlin (UdK) angegliedertes Institut. Hünnekens ist heute Chef der Agentur Publicis in Berlin.

Wolfgang Hünnekens: Die Ich-Sender: Das Social Media-Prinzip - Twitter, Facebook & Communities erfolgreich einsetzen, Göttingen (Businessvillage) 2009, 160 Seiten.

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Von Michael Gisiger

 

Kommentare

LD

Zum Glück gibt es keine "Schulbuchlösung". Denn sonst hätten wir einen öden Einheitsbrei im Netz. Ganz konzeptlos sollte ein Unternehmen jedoch keine Experimente wagen. Diese sollten vielmehr gezielt und innerhalb bestimmter Leitplanken stattfinden. (Das war jetzt wohl auch eine "Ich-Sendung" ;-) )

Woher hast Du bloss die Zeit, soviel zu lesen und dann alles auch noch hier zu kommentieren? Bei stapeln sich die zu lesenden Bücher ...

gis

@LD: Ich muss gestehen, solche Fachbücher lese ich in der Regel nur quer ... ;) Zudem bin ich Pendler und habe so täglich gut 90 Minuten Zeit, die ich in Lesen investiere.

LD

Deine Rezensionen lese ich immer wieder gern. Ich find's toll, dass Du uns an Deinen Leseerfahrungen teilhaben lässt. Der Beitrag zum Buch "Mensch.Nummer.Datensatz" von Hans G. Zeger hat mich denn auch schon mal dazu bewogen, das Buch zu kaufen und selber zu lesen. Und es war wirklich spannend :-)

Zu diesem Thema passt übrigens auch der Beitrag "Bloggen ist immer Schreiben über sich selbst" von Thinkabout.

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