NZZ Medienbeilage vom 23.02.07

Die heutige Medien und Informatik-Beilage der «NZZ» widmet sich unter anderen den folgenden Themen:

Plakate stinken nicht
ras. geht der Frage nach Sinn oder Unsinn von Werbeverboten nach. Neben den bereits weit verbreiteten Werbeverboten für Tabak und Alkohol thematisiert der Beitrag auch die geplanten Verbote für "Junkfood" in Grossbritannien.

Die «langweilige» Seite der Werbung
Neben den kreativen Werbern finden sich auch die stillen Schaffer: Die Mediaagenuren. Karl Lüönd portraitiert die älteste Agentur der Schweiz, die vor 25 Jahren gegründet wurde.

Einführung ins Reich des Scheins
SRM. rezensiert die beiden Standardwerke zum Fernsehjournalismus: «Fernsehjournalismus» von Ordolff und «Fernseh-Journalismus. Ein Handbuch für Ausbildung und Praxis.» von Schult/Buchholz.

Weitere Themen

+++ Bioinformatik +++ Erfinder der Fernbedienung gestorben +++ Migranten in den Medien +++ Die BBC Webseite und Werbung +++ Wirbel um «Vanity Fair»-Artikel +++ Neue Benutzeroberfläche von Office 2007

Filmkritiken vom 23.02.07

+++ «Mittendrin» von Salome Pitschen +++ «Ghost Rider» von Mark Steven Johnson +++ «The Good Shepherd» von Robert De Niro +++ «Pans Labyrinth» von Guillermo del Toro +++ «Letters from Iwo Jima» von Clint Eastwood

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Zeitschriften sind Unternehmungen

In der aktuellen Medienkolumne der «Weltwoche» (online nur für Abonennten) befasst sich Kurt W. Zimmermann mit dem Phänomen Luxus, genauer gesagt der journalistischen Darstellung desselben. Oder sollte man sagen, der pr-gesteuerten Berichterstattung? Aufhänger ist die neue Monatsbeilage der «NZZ» mit dem schlichten Titel «Z». Diese ist nämlich die erste regelmässige Publikation in der Schweiz, die sich ausschliesslich mit dem Luxussegment befasst. Dies alles natürlich so, wie es in den unzähligen Magazinen aus Deutschland dieser Art üblich ist:

«Die Redaktion, was wir sehr praktisch finden, stellt zudem neben die Berichterstattung über die Produkte von Prada, Vitra, Akris, Cartier, Hermès, Jaguar, Jil Sander, Minotti, Burberry, Gucci und Calvin Klein immer gleich auch die Bezugsadressen für die Produkte von Prada, Vitra, Akris, Cartier, Hermès, Jaguar, Jil Sander, Minotti, Burberry, Gucci und Calvin Klein.»

Nichts verwerfliches also, schliesslich ist es das, was sich der moderne Medienkonsument vorstellt unter Information. Nur gewisse Journalisten und Redaktoren der älteren Generation - die laut Zimmermann in der Schweiz immer noch in der Mehrheit sind - sehen das anders. Für sie ist das schlicht interessengebundene PR. Darum, so Zimmermann, gab es in der kaufkräftigen Schweiz bisher keine Luxus-Magazine. Einfach, aber einleuchtend.

«Es ist dies eine der interessantesten Veränderungen in der Medienrezeption der letzten zwanzig Jahre, fast schon ein Kulturwandel. Was Journalisten als PR empfinden, empfinden Konsumenten als Information.»

So ist es. Man mag da bedauern oder nicht - es ist eine Tatsache.

Der schlichte weil eigentlich logische Titel dieses Postings ist übrigens ein Auszug aus einem Zitat von Ulrike Meinhof (RAF-Terroristen sind ja gerade wieder en vogue):

«Zeitschriften sind Unternehmungen, die Anzeigenraum produzieren als Ware, die durch den redaktionellen Inhalt absetzbar sind.»

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